Karin Fossum

Evas Augen

Piper 1997

Die Kritik beruht auf der deutschen Übersetzung von Gabriele Haefs.

Christinas Meinung

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Als eine Leiche aus dem Fluss gezogen wird, kommt Kommissar Sejer endlich wieder weiter in zwei Fällen, die er eigentlich schon fast ungelöst zu den Akten gelegt hätte. Der eine betrifft das spurlose Verschwinden des Brauereiangestellten Egil Einarson, der sein Ende in den kalten Fluten gefunden hat. Der andere ungeklärte Fall, der zunächst gar nicht damit in Verbindung zu stehen scheint, ist der Mord an der Prostituierten Maja. Schlüsselfigur in beiden Fällen ist die Malerin Eva Magnus, eine Jugendfreundin Majas, die diese gerade wiedergetroffen hatte.

EVAS AUGEN ist der erste Roman der norwegischen Autorin Karin Fossum, in dem der Kommissar Konrad Sejer die Hauptrolle spielt. Sejer führt zwar die Ermittlungen, doch das Buch wird größtenteils aus der Sicht von Eva Magnus erzählt. Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer männlichen Leiche und wird dann aus Evas Perspektive von hinten aufgerollt. Eva ist eine faszinierende Figur. Man ist sich über ihre Rolle im Geschehen nicht klar, glaubt etwas zu wissen, was aber dann doch etwas anders kommt, als man es sich vorgestellt hat. Auch ihre Bilder hätte ich mir gern einmal angeschaut. Eva ist keine Figur zum Gernhaben, aber man fiebert mit ihr, entwickelt Interesse daran, was mit ihr geschieht, sie lässt den Leser nicht gleichgültig. Fossums Kommissar Sejer ist eine ruhige Präsenz im Hintergrund.

Die Spannung in EVAS AUGEN entwickelt sich sehr subtil. Es ist kein actionreiches Spektakel, aber auch keine sozialkritische Abhandlung, die ich immer ein wenig mit Krimis aus Skandinavien verbinde, eine Erwartung, die mich diese Bücher meist meiden lässt. Fossums Serie werde ich allerdings gern weiterlesen.

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Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 16. Juli 2006

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